Sie wissen, auch Mr. Green hat seinen Gründungsmythos. Angefangen mit einem von Wertstoffen nur so überquellenden Balkon. Die zum Balkon gehörende WG war sich sicher, Umsetzungsprobleme in Bezug auf Recyclingaufgaben beeinträchtigt auch die Begehbarkeit anderer Balkone. Daraus entstand die Idee, mit einem innovativen Service eine Firma aufzuziehen. 

Was die Gründer damals antrieb, war der Wille zur Innovation. Sie wollten die Welt und wie sie funktioniert neu erfinden, sahen ein Geschäftsfeld, wenn sie ihren Blick über den Innenhof und damit über all die anderen mit Wertstoffen überfüllten Balkone schweifen liessen. Für sie gehörte, wie für die meisten Schweizer*innen, Recycling zum guten Ton. Man machte das einfach. Oder man wusste, dass man das einfach machen würde, wenn es denn in der Praxis so einfach wäre. Also wenn einen da nicht immer der Zeitdruck, die Kinder, das Hobby, das Schlafbedürfnis, das Savoir Vivre oder das Training daran hindern würde, voller Freude zu recyceln. 


 

Die clevere Alternative

Die Zeit der innovationsbegeisterten jungen Männer war bald abgelaufen. Schon flogen sie in alle Richtungen aus und der eine der blieb, bemerkte neben seinem Innovationsbedürfnis die Verfärbung seiner Brille von Rosa zu Grün. Er fand neue Mitstreiter*innen und zusammen stellten sie sich die Frage: Was, wenn auch die Vorstellungen eines nachhaltigen Lebens neu gedacht werden könnten? Wieso sollten Nachhaltigkeits-Themen nur Menschen mit handgestrickten Wollsocken und Stammkunden des Reformhauses ansprechen? Waren das nicht Themen, die uns alle etwas angingen? Und wie könnten eigentlich diejenigen an Bord geholt werden, die von Recycling und Nachhaltigkeit gar nichts hören wollten? Was, wenn die nachhaltige Alternative auch die cleverere Alternative wäre, wenn Nachhaltigkeit mit Cleverness überzeugt, statt Einschränkung und Verzicht zu propagieren? Nun, dieser Ansatz gefiel uns.

 

Tacheles

Ganz intuitiv wissen wir, allein durch Recycling und den Konsum von sogenannt grünen Dingen, werden wir die Abfallberge nicht vermeiden können. Nur wenn wir uns auch über die Menge oder das Warum Gedanken zu machen bereit sind, werden wir einen Einfluss auf die nachhaltige Nutzung der planetaren Ressourcen haben. Eine Seife beispielsweise noch aufzubrauchen, ist immer nahhaltiger, als sie durch die am allerschonendsten hergestellte, neue Seife zu ersetzen. Aber wenn die Seife aufgebraucht ist und der Kauf einer neuen unausweichlich wird, dann kommt die nachhaltig produzierte Seife ins Spiel. Und genau da wollten wir ansetzen. 

Welche Wertstoffe Sie in Ihre Bags stecken, ist ganz Ihnen überlassen. Denn alles was wir Ihnen bis vor einem Jahr anboten, war der Service, uns um eben diese Wertstoffe zu kümmern. Wir haben Ihnen quasi einen halben Kreis angeboten. Einen halben Kreis dessen, was schon immer ein ganzer sein sollte. Halbe Kreise sind auch da nur halbe Sachen. Das wollten wir ändern.




Ein Shop als Lösung

Oder zumindest einen Schritt in die richtige Richtung tun. Denn wenn wir eine Alternative zur Kurzsichtigkeit eines linearen Wirtschaftsmodell bieten wollen, dann beinhaltet unsere Mission Kreislauf auch, dass wir Ihnen recycelte und recycelbare Alltagsprodukte anbieten wollen. Wir fragten uns: Wieso nicht in einem Onlineshop clevere, ökologische Produkte anbieten, die zudem einen sozialen Impact innehaben? Denn putzen, abwaschen, Wäsche waschen, einseifen, aufbewahren, Einkäufe nachhause tragen und Zähne putzen, das müssen wir alle. 


Darum fassten wir uns ein Herz und stürzten uns in das Abenteuer Onlineshop. Oberstes Ziel dabei: Der Shop soll nur wohl ausgewählte Produkte enthalten und dabei immer transparent darlegen, in welchen Bereichen die Produkte besonders gut abschneiden. Doch was heisst eigentlich gut abschneiden, fragten wir uns?

 

Clever, ökologisch, sozial

Die Nachhaltigkeit lag auf der Hand: Ein Produkt sollte aus nachhaltigen Materialien bestehen, die umweltschonend zusammengefügt wurden und nach Jahren des Gebrauchs auch wieder in den Kreislauf zurückgeführt werden können. Doch wer will schon ein Produkt kaufen, dessen einziger Nutzen in der Nachhaltigkeit liegt? Eben: Auch clever muss es sein. Es soll das Leben erleichtern und in Ihrem Alltag durch Design und Cleverness Freude bereiten. Und dabei wollten wir nicht nur an Sie, uns und den Planeten denken, sondern alle involvierten Menschen: Diejenigen, die unsere Services ermöglichen, unsere Produkte herstellen und unsere Produkte verschicken.

Wir stellten fest, je weiter die Menschen von uns entfernt sind, desto schwieriger wird es, uns für sie einzusetzen. Entweder werden unsere Produkte unter neutralen Bedingungen hergestellt, das heisst, Arbeiter*innen stellen die Produkte unter branchenüblichen Bedingungen her, oder die Produkte haben einen zusätzlichen positiven Impact: Zutaten werden fair gehandelt, Produkte in sozialen Einrichtungen hergestellt oder die Herstellerin spendet einen Teil des Umsatzes in soziale Projekte. 

Um die Abhängigkeit vom Goodwill unserer Produzent*innen in sozialen Belangen etwas abzuschwächen, entschieden wir uns, bei der Warenbewirtschaftung und dem Versand, voll und ganz auf das Wohnwerk in Basel zu setzen. So sind wir überzeugt, Ihnen ein transparentes, kuratiertes Angebot bieten zu können, bei dem Sie stets wissen, woran Sie sind. 



 

Was auch immer wir noch für Mr. Greens Zukunft aushecken: Nur wenn die Ideen  unseren Anforderungen der Cleverness, Nachhaltigkeit und der sozialen Komponente entsprechen können, sind sie überhaupt zukunftsfähig. Das liegt uns am Herzen.

 

Weitere Links
Gemeinsam auf dem Weg in eine Kreislaufwirtschaft
Annas Welt
Eine Runde Dosenkarussell

Search