Mr. Green erobert die Welt | MR. GREEN

Mitgründer Keiran Smith ist seit drei Jahren mit vollem Einsatz in Nairobi (Kenia) aktiv, um den Aufbau des Social Enterprise Mr. Green Africa voranzutreiben. Die Idee ist grundsätzlich die gleiche wie in der Schweiz: ein Recycling-System zu schaffen, das nicht nur die Umweltbelastung verringert, sondern auch einen sozialen Mehrwert für die Gesellschaft generiert. Dennoch ist die Herausforderung nicht exakt dieselbe – aus naheliegenden Gründen: «Hier gelten andere Regeln, als wir es uns von der Schweiz gewohnt sind», meint Keiran schlicht. Von den teils schwierigen Umständen lässt er sich die gute Laune aber nicht verderben. Wie viele andere afrikanische Länder hat auch Kenia mit grossen sozialen Ungleichheiten und Umweltproblemen zu kämpfen. Mit dem wachsenden Konsum hat die Abfallmenge stark zugenommen, während der Ausbau der Infrastruktur so gut wie nicht stattgefunden hat. Der Abfall und auch das Recyclinggut landen zum grössten Teil auf Mülldeponien. Das bringt Probleme mit sich – aber auch Chancen: Tausende von Menschen aus Randgruppen haben gezwungenermassen ein Geschäft aus den Müllbergen gemacht. Als «Wastepickers» durchwühlen sie die Unmengen von Abfall, um wiederverwertbares Material zu sammeln und es später Händlern zu verkaufen. Doch leider sind die Wastepickers den Händlern und ihrem Preisdiktat schutzlos ausgeliefert. Und genau hier setzt Mr. Green Africa an: Mithilfe eines Netzwerks von über 20 Recycling-Standorten in Nairobi werden den Wastepickers faire und konstante Preise für ihre Ware geboten. Vor Ort wird das Material dann gewaschen, geschreddert und für die Auslieferung zur Weiterverarbeitung an lokale Abnehmer vorbereitet. Der Grossteil der recycelten Stoffe wird für die Produktion von Kunststoff-Wasserspeichern verwendet, wie sie in Afrika typisch sind. Damit bleiben die Rohstoffe im Land und es entgeht ein geschlossener Kreislauf, welcher der Bevölkerung hilft, einen nachhaltigen Wirtschaftszweig zu unterhalten. Vor allem aber bringt die Anstellung bei Mr. Green den Wastepickers Zugang zu medizinischer Versorgung sowie regelmässige Lohnzahlungen, die als Sicherheit für einen Mikrokredit dienen können. Zudem bietet sich ihnen die Möglichkeit, selbstständig wirtschaftlich tätig zu sein – der Grundstein für eine nachhaltige Wirtschaft. Für Mr. Green Africa sind die Wastepickers die unsichtbaren Helden der Gesellschaft und durch unser Engagement kann ein Teil von ihnen ein faires Auskommen und sichere Arbeitsbedingungen erlangen. Ein kleiner, wichtiger Schritt für die Menschen aus Kenia und der Beginn eines rühmlichen Heldenaktes.

 

Sind Sie fasziniert und wollen mithelfen? Finden Sie heraus wie. mrgreenafrica.com

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