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Recyclingstoffe als Bitumen-Zusatz im Strassenbau wiederverwerten (siehe Info unten). Die Vorreiter in diesem Gebiet sind meist Regionen mit Strassen, die extremen Umwelteinflüssen – Temperatur, Niederschlag, Belastung – ausgesetzt sind. Beispielsweise Gebiete im Nahen Osten oder im Norden Amerikas, wo extreme Temperaturbedingungen herrschen. Denn hier ist der Vorteil von modifiziertem Bitumen am stärksten spürbar: Die Strassen halten deutlich länger, sie reissen nicht auf oder schmelzen unter den Umwelteinflüssen dahin. Hier lohnen sich die Mehrkosten, denn eine Strasse mit modifiziertem Bitumen ist im Schnitt etwa 30–50 Prozent teurer als eine herkömmliche. Dieser Kostennachteil könnte sich in Zukunft in Luft auflösen: Ein innovativer Chemieprofessor aus Indien hat ein Verfahren patentieren lassen, welches alten Kunststoff benutzt, um das Gestein im Asphalt zusammenzuhalten. Plastikflaschen, Plastiksäcke und Verpackungsmaterial werden erhitzt, um eine dünne Schicht zwischen dem Asphaltgestein zu bilden. Eine Teststrecke in stark befahrenem Monsungebiet, mittlerweile über zehn Jahre im Betrieb, gibt dem Verfahren seine Daseinsberechtigung: trotz starker Belastung zeigt sie bis heute keine Ermüdungserscheinungen.

 

Wavin, ein Start-up aus Holland, geht noch einen Schritt weiter:
Sie arbeiten mit dem französischen Energiekonzern Total und dem niederländischen Bauunternehmen KWS an Asphaltelementen, die komplett aus recycelten Kunststoffen bestehen und so günstige und umweltfreundliche Strassen ermöglichen sollen. Vor allem beim Bau der Strasse soll eine starke Effizienzsteigerung möglich sein. Eine erste Teststrecke ist für 2018 geplant.

 

Was ist Bitumen?
Bitumen Asphalt besteht zum grossen Teil aus Gestein. Damit die losen Gesteinsstücke zusammenhalten, braucht es gewissermassen einen «Klebstoff» wie Bitumen. Dieser ist ein bereits seit der Antike verwendeter Werkstoff. Durch Modifizierung des Bitumens können die Eigenschaften von Asphalt massgeblich beeinflusst werden. Während in der Vergangenheit alles mögliche Material in das Bitumen eingemischt wurde – auch Sonderabfälle wie asbesthaltige Schlacke – sieht die Zukunft umweltfreundlicher aus. Moderne Bitumen-Mischungen verwenden Kunststoffe als Verbindungszusatz. Die Zukunftsaussichten für die Branche sind rosig: Der weltweite Markt für modifiziertes Bitumen hatte letztes Jahr ein Volumen von 9.5 Milliarden US-Dollar; bis 2024 wird eine Steigerung auf 14 Milliarden US-Dollar erwartet. Recycling im Strassenbauten mit dem französischen Energiekonzern Total und dem niederländischen Bauunternehmen KWS an Asphaltelementen, die komplett aus recycelten Kunststoffen bestehen und so günstige und umweltfreundliche Strassen ermöglichen sollen. Vor allem beim Bau der Strasse soll eine starke Effizienzsteigerung möglich sein. Eine erste Teststrecke ist für 2018 geplant.

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