Wir finden, Menschen sollen miteinander reden. Auch wenn es darum geht, zu verstehen, was wir eigentlich tun hier bei Mr. Green. Denn so simpel unser Recycling-Service auch ist, nicht alle verstehen, das etwas wie Recycling so simpel sein kann. Darum arbeiten wir schon seit rund 4 Jahren mit der Agentur LesMecs zusammen. Sie sind in unseren Recyclingstädten Bern, Zürich, Basel und Winterthur unterwegs, um Passanten für unseren Recycling-Service zu begeistern.

Gespräche von Angesicht zu Angesicht haben wir in den letzten Monaten alle vermisst. Ein unbeschwerter Schwatz hier, eine zufällige Begegnung da und schon fühlt man, dass bei der zu-Hause-Sitzerei eben doch etwas gefehlt hat. Darum sind wir und unsere Dialoger*innen von Les Mecs glücklich, kann die Arbeit auf den Strassen wieder richtig Schwung aufnehmen.

Wieso eigentlich LesMecs?

Manche Dinge ergeben sich einfach. So auch die Zusammenarbeit mit LesMecs. Wir haben die drei Gründer kennengelernt und erkannten rasch – die sind auf der selben Wellenlänge wie wir. Sie schmiedeten Pläne, ihre Agentur voranzutreiben und waren voller Tatendrang. Was noch fehlte, war ein erster Kunde. Und so stürzten wir uns Hals über Kopf in dieses Abenteuer und wurden ihr erster Auftraggeber. Das Vertrauen hat sich ausgezahlt, denn mittlerweile ist daraus eine Freundschaft gewachsen und wir wollen längst mit keiner anderen Agentur mehr zusammenarbeiten. Und wir sind auch ein bisschen stolz, dass wir die ersten Schritte ihrer Erfolgsgeschichte so eng begleiten konnten.

Auf die Menschen kommt es an

Die Arbeit auf der Strasse erfordert Fingerspitzengefühl. Denn wir wollen primär mit Menschen ins Gespräch kommen und einen guten Eindruck hinterlassen, statt um jeden Preis ein Abo abzuschliessen. Um diese Message stimmig zu vermitteln, sind wir auf tolle, authentische Menschen angewiesen. Denn schlussendlich wünschen wir uns, dass sich die Menschen ein wenig in Mr. Green verlieben und begeistert von uns erzählen. Denn zufriedene Kunden stehen ganz oben auf unserer Prioritätenliste.


Und weil eben die Menschen bei der Arbeit auf der Strasse im Zentrum stehen, haben wir uns mit Luca getroffen, um von ihm persönlich zu erfahren, was den Job so speziell macht. Er kennt sich mit Mr. Green bestens aus und bringt alles mit, was wir in einem Dialoger suchen: er ist authentisch, ehrlich und überzeugt von der Arbeit für Mr. Green.

Luca kennt Mr. Green so gut wie die eigene Hosentasche und liebt es, Menschen zu begeistern.

Luca, wie lange bist du schon als Dialoger für Mr. Green unterwegs?

Seit zwei Jahren arbeite ich nun bereits mit LesMecs für Mr Green. Mal drei, mal vier Tage die Woche – diese Flexibilität gefällt mir sehr. Momentan bilde ich vor allem neue Dialoger*innen für Mr. Green aus und zeige ihnen, auf was es speziell ankommt bei der Arbeit für Mr. Green. Wenn alles gut läuft, werde ich im Winter die Verantwortung für das Team übernehmen und die ganze Kampagne für Mr. Green koordinieren. Darauf freue ich mich.

Du hast im Vorfeld erzählt, dass du während der Turbulenzen in den letzten Monaten auch für andere Kampagnen arbeiten wolltest, dabei jedoch festgestellt hast: Das ist nichts für mich. Wieso liebst du die Arbeit für Mr. Green besonders?

Ok, das hat stark mit meiner subjektiven Meinung zu tun.Ich persönlich finde es einfacher, die Menschen von einem Projekt zu begeistern, von dem sie auch einen realen Gegenwert haben. Zudem gefällt mir, dass wir bei der Mr. Green Kampagne nicht direkt die Bankdaten der Passanten benötigen.Die NGO mit denen wir arbeiten, machen selbstverständlich einen wichtigen und guten Job und sind total transparent.

Kannst du das etwas ausführen?

Wenn wir die Menschen auf der Strasse ansprechen, dann haben sie nicht auf uns gewartet und sind gerade auf dem Weg zum Einkaufen, hetzen aufs Tram oder sind hungrig Richtung Mittagessen unterwegs. Da ist es viel leichter, die Menschen mit einer Geschichte zu begeistern, als ihnen gleich einen Abo- oder Spendenabschluss nahezulegen. Da ist das Angebot eines Recycling-Abos ein sehr dankbares Produkt. Die Menschen freuen sich auf die Dienstleistung, denn sie bekommen gleich ein Welcome Package, kennen ihren ersten Abholtermin und können so zuhause gleich mit Sammeln loslegen. Das ist ein super Deal, finde ich und darum fällt mir die Arbeit so leicht.

Gibt es auch Skeptiker*innen und wie gehst du mit ihnen um?

Auf jeden Fall. Es gibt sehr viele Leute, mit denen ich am Stand ins Gespräch komme, die zwar den Recycling-Service eine gute Sache finden, sich aber vorerst noch nicht für ein Abo entschliessen können. Oft sind sie auch dagegen, auf der Strasse ein Abo abzuschliessen. Das kann ich sehr gut nachvollziehen. Ich sehe meine Arbeit auch eher darin, den Leuten von Mr. Green zu erzählen und sie zu aktivieren, statt ihnen um jeden Preis auf der Stelle ein Abo zu verkaufen.
Es ist mir auch schon passiert, dass Leute mich eine Woche Später wiedererkannt haben, weitere Fragen stellten und dann aber vollends vom Abo überzeugt waren. Das ist dann eher Liebe auf den zweiten Blick und das gefällt mir. Ich würde nie jemanden zu etwas drängen, lieber bleibe ich in guter Erinnerung. Das ist auch viel nachhaltiger als ein Abschluss zu jedem Preis.

Was magst du besonders an der Arbeit für Mr. Green?

Was ich persönlich besonders mag an dem Recycling-Service: Er bietet der Schweizer Bevölkerung die Möglichkeit, Plastik zu recyceln. Dieser Aspekt ist für mich ausschlaggebend. Denn für mich ist es komplett unverständlich und absurd, dass es keine staatlich geregelte Lösung für unsere Plastikabfälle gibt. Klar ist auch die Dienstleistung überzeugend – Doch für mich ist die Möglichkeit Plastik recyceln zu können am Ende ausschlaggebend.

Luca, danke für das Gespräch.

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